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AKRIPOL
Novilon liti poliamidi

Maschinelle Bearbeitung

Die gegossenen Polyamide Novilon lassen sich genau so gut wie Metalle verarbeiten, wenn man hierbei ihre spezifischen Eigenschaften beachtet. Die wichtigsten hiervon sind:

Einspannung

Zur Erreichung eines qualitativ hochwertigen Produktes ist die fachgerechte Einspannung des zu bearbeitenden Werkstücks sehr wichtig. Da Novilon elastisch ist, darf die Einspannung nicht zu hart erfolgen, da sich das Werkstück nach der Einspannung deformieren würde. Beim Drehen soll das freie Ende des eingespannten Werkstücks so klein wie möglich sein, um unerwünschte Deformationen und Vibrationen zu vermeiden.

Bei bestimmten Fällen, in denen eine ausreichend glatte Fläche zur Vefügung steht, hat sich beim Fräsen die Vakuumeinspannung als sehr vorteilhaft erwiesen. Aufgrund der geringen Fräskräfte bei der Novilonbearbeitung, insbesondere beim Fräsen, können einige Elemente (z.B. Bänder) auch mit Hilfe von zweiseitigem Klebeband befestigt werden.

Werkzeuge

In der Mehrzahl der Fälle können für die maschinelle Bearbeitung von Novilon die Standardwerkzeuge für die Bearbeitung von Metall und teilweise auch für die Bearbeitung von Holz verwendet werden. Die Werkzeuge können aus schnellfräsendem Stahl als auch aus Karbid- und Oxydhartmetallen bestehen. Die Fräswinkel bei den Werkzeugen sind den Winkeln für die Bronzebearbeitung am ähnlichsten. Bei den Werkzeugen ist es das wichtigste, dass sie scharf genug sind. Hiermit erreicht man geringere Deformationen und auch eine geringere Wärmeentwicklung. Die Lebensdauer von Werkzeugen bei der Bearbeitung von Novilon ist sehr lange.

Schnelligkeit

Für das Fräsen von Novilon gilt die Grundregel: große Fräs- und Vorschubgeschwindigkeit. Standardmaschinen zur Metallbearbeitung können bei der Novilonbearbeitung an der oberen Grenze der Fräs- und Vorschubgeschwindigkeit betrieben werden.

Erhitzung beziehungsweise Wärmeentwicklung

Aufgrund der geringen Wärmeleitfähigkeit von Novilon muss darauf geachtet werden, dass es zu keiner übermäßigen lokalen Erhitzung und damit zu einer Materialbeschädigung kommt. Deshalb müssen die Werkzeuge scharf und fachgerecht geschliffen sein. Es ist empfehlenswert, dass in der letzten Phase eine dünne Materialschicht abgetragen wird, um so die Oberfläche wärmemäßig unbeschädigt zu erhalten. Bei hohen Fräsgeschwindigkeiten und großem Materialabtrag kann mit Wasser, Luft oder Emulsion gekühlt werden. Kühlmittel sind auch bei langen Produktionszykeln zu empfehlen, wo die verlängerte Lebensdauer des Werkzeugs von ausschlaggebender Bedeutung ist.